Mein erstes richtiges Haushaltsbuch nach dem Studium – womit anfangen?

Haushaltsbuch, Notgroschen, FIRE, Geld lernen
RuhestandsRainer
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Re: Mein erstes richtiges Haushaltsbuch nach dem Studium – womit anfangen?

Beitrag von RuhestandsRainer »

Ich möchte noch einen Aspekt einbringen, der bisher nicht zur Sprache kam: das sogenannte "Jahresbudget" für unregelmäßige Ausgaben. Viele junge Leute scheitern am Haushaltsbuch nicht wegen der monatlichen Ausgaben, sondern weil unvorhergesehene Kosten das Budget sprengen: Autoreparatur, Zahnarzt, Jahresversicherungen, Urlaub. Diese Ausgaben kommen zwar unregelmäßig, aber sie kommen sicher. Meine Empfehlung: Schätze einmal im Jahr, wie viel solche Posten insgesamt kosten könnten – sagen wir 2.400€ – und lege monatlich 200€ dafür zurück. Auf ein separates Konto. Das nennt man manchmal "Sinking Fund". Damit hört der Stress mit einmaligen Ausgaben fast vollständig auf. Das klingt nach viel am Anfang, aber nach einem Jahr hat man ein sehr realistisches Bild seiner tatsächlichen Lebenshaltungskosten.
KreditkarteKarl_FFM
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Re: Mein erstes richtiges Haushaltsbuch nach dem Studium – womit anfangen?

Beitrag von KreditkarteKarl_FFM »

Guter Hinweis von Rainer. Der Begriff dafür ist tatsächlich "Sinking Fund", kommt aus dem YNAB-Universum, funktioniert aber auch ohne die App. Zum ursprünglichen Tool-Thema: Ich nutze seit 5 Jahren MoneyMoney auf dem Mac kombiniert mit einem simplen Numbers-Sheet für das Jahresbudget. MoneyMoney für den täglichen Überblick, das Sheet für die strategische Ebene. Wer Windows hat, ist mit Finanzblick gut bedient – ähnliches Konzept. YNAB ist wirklich erst sinnvoll wenn man das Grundprinzip "alle Ausgaben sind bereits geplant" verstanden hat. Vorher ist es nur teures Overkill.
MoppelMöhre_Martina
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Registriert: Do Jun 02, 2022 10:00 pm

Re: Mein erstes richtiges Haushaltsbuch nach dem Studium – womit anfangen?

Beitrag von MoppelMöhre_Martina »

Kurze Zwischenfrage weil mich das auch interessiert: Hat jemand Erfahrung mit Finanzguru (die haben ja mittlerweile auch ne kostenpflichtige Version)? Lohnt sich das Abo oder reicht die kostenlose Version? Ich nutz das schon ein Jahr kostenlos und frage mich ob ich was verpasse ?
Nebenjob_Nathalie
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Re: Mein erstes richtiges Haushaltsbuch nach dem Studium – womit anfangen?

Beitrag von Nebenjob_Nathalie »

@MoppelMöhre_Martina ich hab Finanzguru Pro 3 Monate getestet – hauptsächlich wegen der "Regeln" Funktion wo man Transaktionen automatisch kategorisieren kann. War ganz nett aber hat mir 3,99€/Monat ehrlich gesagt nicht wirklich gebracht. Bin wieder zur Gratisversion zurück. Der einzige echte Mehrwert war die Budgetfunktion, aber die kann man sich auch in Excel nachbauen. Also: Gratis reicht für den Einstieg absolut.
ChillFaktor_Christoph
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Re: Mein erstes richtiges Haushaltsbuch nach dem Studium – womit anfangen?

Beitrag von ChillFaktor_Christoph »

Sorry für Necro, aber ich wollt kurz updaten weil ich das hier nochmal gelesen hab ? Ich hab nach diesem Thread doch nochmal einen neuen Versuch mit Google Sheets gestartet, nach dem Tipp von Balint. Und ich muss sagen – läuft jetzt seit 4 Monaten durch. Das simpelste Setup ever, keine Kategorien die ich nie brauche, nur: Fixkosten / Lebensmittel / Freizeit / Sparen. Fertig. Das entscheidende war wirklich wie Hilde gesagt hat: fester Termin. Bei mir ist es Sonntag nach dem Frühstück. 10 Minuten. Nicht mehr. Also @KreditkartenKlaudi falls du das hier nochmal liest – wie läufts bei dir? ?
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