Finanzielle Unabhängigkeit mit 45 – Traum oder realistisch für Normalverdiener?
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SparstrumpfSigrid
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Re: Finanzielle Unabhängigkeit mit 45 – Traum oder realistisch für Normalverdiener?
Ach, der Thorsten hat völlig Recht mit der Krankenversicherung! Das vergessen die meisten FIRE-Blogger komplett zu erwähnen. Ich zahle aktuell als Rentnerin mit kleiner Zusatzrente für die KVdR knapp 230 € — aber das nur weil ich die Voraussetzungen für die Pflichtversicherung als Rentnerin erfülle. Wer zu früh aufhört hat den Spaß nicht.
Und Herr Karl-Heinz, ich meine das nicht entmutigend: Sie sind Mitte 40 und denken über sowas nach. Das ist schon mal mehr als die meisten. Mit 35 hatte ich noch nicht mal ein Sparbuch. ? Irgendwann kommt man doch noch ans Ziel.
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Taschengeld_Timo
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Re: Finanzielle Unabhängigkeit mit 45 – Traum oder realistisch für Normalverdiener?
sorry wenn ich das frag aber warum will man eigentlich mit 45 schon aufhörn?? ich bin 22 und kann mir garnet vorstellen was ich dann den ganzen tag machen würde lmaooo ? zocken und netflix is nach ner woche auch langweilig
ich glaub das unterschätzen alle — man braucht doch irgendwie sinn oder?? hab mal gelesen dass viele FIRE-leute nach 2 jahren wieder arbeiten anfangen weil sie so bored sind ??
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GrenzgängerGabi_AT
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Re: Finanzielle Unabhängigkeit mit 45 – Traum oder realistisch für Normalverdiener?
Taschengeld_Timo schrieb:hab mal gelesen dass viele FIRE-leute nach 2 jahren wieder arbeiten anfangen weil sie so bored sind
Das stimmt tatsächlich — und das ist kein Bug, das ist ein Feature. Man nennt das "Barista FIRE": Man hat genug Kapital, muss aber nicht mehr Vollzeit arbeiten. Also macht man irgendwas das Spaß macht, auch wenn es schlecht bezahlt ist. Gartenarbeit, Teilzeit im Buchladen, Honorartrainer, was auch immer.
Das ist für viele das eigentliche Ziel — nicht Nichtstun, sondern Wahlfreiheit. Und das, @KurzarbeitKarl, klingt ja auch nach dem was du beschreibst. Das ist deutlich erreichbarer als vollständige finanzielle Unabhängigkeit ohne jeden Nebenverdienst.
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WeltportfolioWalter
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Re: Finanzielle Unabhängigkeit mit 45 – Traum oder realistisch für Normalverdiener?
Ich möchte noch einen oft ignorierten Aspekt ergänzen: die steuerliche Behandlung von ETF-Entnahmen in Deutschland.
Seit der Investmentsteuerreform 2018 unterliegen ETF-Erträge der Abgeltungssteuer von 25% plus Soli (effektiv 26,375%). Bei einem Depot von 500.000 € und 3,5% Entnahme (17.500 € jährlich) liegt ein erheblicher Teil davon in der steuerfreien Zone (Sparerpauschbetrag: 1.000 € pro Person, 2.000 € bei Zusammenveranlagung), aber der Rest wird besteuert.
Praktisch bedeutet das: Man muss die Entnahme um ca. 20-22% erhöhen um netto auf die Zielsumme zu kommen — es sei denn man hat in der Entsparphase ein sehr geringes sonstiges Einkommen und nutzt die Günstigerprüfung, was bei frühem Renteneintritt durchaus möglich ist.
Das sollte in jede Planung eingerechnet werden. Es ist kein Showstopper, aber es verändert die Zahlen messbar.