Revolut Konto in Deutschland — gilt das als deutsches Konto? Probleme bei Behörden, Vermieter, Arbeitgeber?

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BonusMeilen_Boris
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Re: Revolut Konto in Deutschland — gilt das als deutsches Konto? Probleme bei Behörden, Vermieter, Arbeitgeber?

Beitrag von BonusMeilen_Boris »

@FrugalFranziska_DO Trade Republic als Girokonto ist interessant, hat aber Einschränkungen — kein klassischer Dispo, und für komplexere Überweisungsszenarien im Ausland nicht optimal. Für den Standardfall stimmt das aber. ? Zum eigentlichen Thema: Ich reise viel für die Arbeit und Revolut ist für mich unverzichtbar. Aber mein 'offizielles' Hauptkonto läuft über die Comdirect — DE-IBAN, funktioniert mit jedem deutschen Vermieter, Arbeitgeber, Amt. Das ist einfach die pragmatische Lösung: beides parallel nutzen, kein Entweder-oder.
WochenmarktWanda
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Re: Revolut Konto in Deutschland — gilt das als deutsches Konto? Probleme bei Behörden, Vermieter, Arbeitgeber?

Beitrag von WochenmarktWanda »

Hallo zusammen! ? ich bin zwar nicht so der Finanzprofi aber ich muss auch mal was sagen ? Ich hab revolut für meinen kleinen Näherei-Betrieb ausprobiert und das war ein fehler ? mein Steuerberater hat sich erstmal beschwehrt (ja ich schreib das falsch ich weiß ?) über die Kontoauszüge und das Format. und ein Kunde wollte per Lastschrift zahlen und das hat dreimal nicht geklappt. am Ende hab ich alles über meine Sparkasse abgewickelt und revolut nur noch privat. für geschäftliches auf jeden fall eine DE-IBAN empfehlenswert!! ?
Doppelverdiener_Dana
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Re: Revolut Konto in Deutschland — gilt das als deutsches Konto? Probleme bei Behörden, Vermieter, Arbeitgeber?

Beitrag von Doppelverdiener_Dana »

Ich arbeite in der HR-Abteilung eines mittelständischen Unternehmens und kann aus dieser Perspektive ergänzen: Wir überweisen Gehälter problemlos auf LT-IBANs. Technisch macht unser System da keinen Unterschied, solange es eine gültige SEPA-IBAN ist. Was ich aber schon erlebt habe: Bei neuen Mitarbeitern, die ausschließlich eine LT- oder GB-IBAN angaben, gab es manchmal Rückfragen von der Buchhaltung — nicht weil es nicht ging, sondern weil die Kolleginnen dort verunsichert waren. Das kostet Zeit und Nerven. ? Fazit aus Arbeitgebersicht: geht meistens, kann aber intern Rückfragen auslösen. Einfacher mit DE-IBAN.
AltersvorsorgeAnfänger_A
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Re: Revolut Konto in Deutschland — gilt das als deutsches Konto? Probleme bei Behörden, Vermieter, Arbeitgeber?

Beitrag von AltersvorsorgeAnfänger_A »

kurze frage dazwischen: hat revolut eigentlich eine Einlagensicherung? ich mein wenn das ne litauische bank ist... was passiert mit dem geld wenn die pleite gehen? frag nur weil ich überlegt hab da mehr geld drauf zu legen aber bin mir nicht sicher
SteuerSparSebastian
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Re: Revolut Konto in Deutschland — gilt das als deutsches Konto? Probleme bei Behörden, Vermieter, Arbeitgeber?

Beitrag von SteuerSparSebastian »

@AltersvorsorgeAnfänger_Axel Revolut verfügt über eine litauische Bankenlizenz und unterliegt damit der litauischen Einlagensicherung — diese sichert bis zu 100.000 EUR pro Kunde ab, identisch zur deutschen Regelung, da beide auf der EU-Einlagensicherungsrichtlinie basieren. Das ist also kein wesentliches Risiko gegenüber einer deutschen Bank. Bitte jedoch darauf achten: Geldbeträge, die in Revolut-'Vaults' oder in Kryptowährungen gehalten werden, fallen unter Umständen nicht unter diese Sicherung. Für klassische Kontoguthaben gilt die 100.000-EUR-Grenze.
RuhestandsRainer
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Re: Revolut Konto in Deutschland — gilt das als deutsches Konto? Probleme bei Behörden, Vermieter, Arbeitgeber?

Beitrag von RuhestandsRainer »

Ich möchte als Gleichaltriger von RentenpunktRosemarie noch etwas hinzufügen, was vielleicht für ihre Enkelin wichtig ist: Bei der Wohnungssuche — gerade in angespannten Märkten wie München, Berlin oder Hamburg — suchen Vermieter nach jedem Grund, Bewerber auszusortieren. Eine unbekannte ausländische IBAN kann ein solcher Grund sein, auch wenn er sachlich nicht gerechtfertigt ist. Das ist keine Diskriminierung im rechtlichen Sinne, aber es ist ärgerlich. Mein Rat an die junge Dame: Für die Wohnungssuche unbedingt ein Konto mit DE-IBAN vorweisen können. Das kostet nichts bei DKB oder ING und erspart viel Ärger. Revolut kann man daneben weiter nutzen — es ist ja kein schlechtes Produkt, nur eben nicht das richtige für diesen Zweck.
SparschweinSprenger_Susi
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Re: Revolut Konto in Deutschland — gilt das als deutsches Konto? Probleme bei Behörden, Vermieter, Arbeitgeber?

Beitrag von SparschweinSprenger_Susi »

ich hab meiner mama auch revolut empfohlen und das bereue ich jetzt ein bisschen ? sie wollte damit ihre GEZ zahlen und das hat irgendwie nicht funktioniert beim ersten mal. keine ahnung ob das an der IBAN lag oder an was anderem aber seitdem glaubt sie revolut ist 'komisch' lol also für ältere leute die nicht so viel mit tech am hut haben würde ich das ehrlich gesagt nicht als hauptkonto empfehlen. zu viel erklärungsaufwand wenn was nicht klappt ?
Festgeld_Friederike
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Re: Revolut Konto in Deutschland — gilt das als deutsches Konto? Probleme bei Behörden, Vermieter, Arbeitgeber?

Beitrag von Festgeld_Friederike »

Ich möchte noch einen praktischen Aspekt ansprechen, der bisher nicht erwähnt wurde: der Rundfunkbeitrag (früher GEZ) lässt sich problemlos per Lastschrift von einer LT-IBAN einziehen — das habe ich selbst getestet. Also daran liegt es bei SparschweinSprengers Mutter wohl nicht. Was ich als Bibliothekarin mit Interesse an korrekten Informationen betonen möchte: Die häufigste Quelle für Probleme ist schlicht Unwissenheit auf beiden Seiten. Weder Vermieter noch manche Sachbearbeiter wissen, dass LT-IBANs vollständig SEPA-konform sind. Aufklärung hilft manchmal — aber nicht immer, und in Zeitdruck-Situationen wie der Wohnungssuche ist Aufklärungsarbeit das Letzte, was man braucht. Für RentenpunktRosemaries Enkelin: ING-Girokonto eröffnen, fertig. Kostenlos, sofort einsetzbar, DE-IBAN, kein Stress.
KreditKritiker_Konrad
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Re: Revolut Konto in Deutschland — gilt das als deutsches Konto? Probleme bei Behörden, Vermieter, Arbeitgeber?

Beitrag von KreditKritiker_Konrad »

Ich frage mich ehrlich gesagt, warum man sich das antut. Revolut hat in den letzten Jahren immer mal wieder Schlagzeilen gemacht wegen Kontosperrungen ohne Vorwarnung, schlechtem Kundenservice und undurchsichtigen AGB-Änderungen. Das ist nichts gegen die Nutzerin persönlich, aber ich würde mein Hauptkonto niemals bei einem solchen Anbieter führen. Die LT-IBAN ist das kleinste Problem. Die fehlende Erreichbarkeit bei echten Problemen ist das eigentliche Risiko. Wer das als Ergänzungskonto nutzt — von mir aus. Aber als einziges Konto? Lieber nicht.
DepotDiversifizierer_Dan
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Re: Revolut Konto in Deutschland — gilt das als deutsches Konto? Probleme bei Behörden, Vermieter, Arbeitgeber?

Beitrag von DepotDiversifizierer_Dan »

@KreditKritiker_Konrad da hast du nicht ganz unrecht, aber ich würde das etwas differenzieren. Revolut hat die Kinderkrankheiten der frühen Jahre größtenteils überwunden, seit sie die Vollbanklizenz haben. Kontosperrungen passieren heute vor allem dann, wenn jemand die Nutzungsbedingungen verletzt — ungewöhnliche Transaktionsmuster, Krypto-Deals etc. ? Für normale Alltagsnutzung als Ergänzungskonto ist das Risiko überschaubar. Als Hauptkonto — volle Zustimmung, das würde ich auch nicht empfehlen.
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